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Straßenbahnen und Akkumulatoren (AFA)

Home - Elektromobilität - Straßenbahnen und Akkumulatoren (AFA)

  • April 14, 2026

Straßenbahnen und Akkumulatoren (AFA)

Die Accumulatoren-Fabrik Aktiengesellschaft (AFA) nahm eine führende Rolle bei der Entwicklung von Akkumulatoren für Fahrzeuge in Deutschland ein. Im Fokus standen zunächst Schienenfahrzeuge, insbesondere im Zuge der frühen Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs. Bereits seit den 1880er Jahren wurden in Städten wie Berlin, Chicago, Wien und Sankt Petersburg erste elektrisch betriebene Straßenbahnen erprobt, die die bis dahin üblichen Pferdebahnen ablösten. Einen wichtigen Impuls setzte die Internationale Elektrotechnische Ausstellung in Frankfurt im Jahr 1891, die erstmals Straßenbahnen mit Akkumulatorenantrieb präsentierte. In Hagen begann im Dezember 1894 der Versuchsbetrieb auf der Strecke zwischen Kückelhausen und Mark. Die offizielle Eröffnung folgte am 17. Januar 1895.

Im Jahr 1897 übernahm die AFA gemeinsam mit Siemens & Halske die Hagener Straßenbahngesellschaft und führte sie als Aktiengesellschaft weiter. Der Betrieb erwies sich jedoch zunächst als technisch anspruchsvoll. Die Leistungsfähigkeit der Akkumulatoren war begrenzt, zudem kam es zu Beeinträchtigungen durch austretende Dämpfe. Diese Herausforderungen führten dazu, dass sich die AFA im Jahr 1906 wieder aus dem Unternehmen zurückzog und die Anteile an die Stadt Hagen veräußerte.

Parallel dazu erschloss die AFA weitere Anwendungsbereiche. Bereits ab 1892 wurden Akkumulatoren für elektrische Grubenbahnen produziert, die unter anderem auf der Zeche „Bonifacius“ in Essen-Kray eingesetzt wurden und dort das Grubenpferd ersetzten. Im weiteren Verlauf zeigte sich die besondere Eignung des Akkumulatorenantriebs für den Einsatz im Bergbau, insbesondere durch seine Sicherheit unter Tage. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete die Tochtergesellschaft Elektromontana, die maßgeblich an der Entwicklung schlagwettergeschützter Lokomotiven beteiligt war.

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