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Elektro-Droschken und frühe Elektromobilität

Home - Elektromobilität - Elektro-Droschken und frühe Elektromobilität

  • April 14, 2026

Elektro-Droschken und frühe Elektromobilität

Um 1900 war die Accumulatoren-Fabrik Aktiengesellschaft (AFA) maßgeblich an der Entwicklung der ersten elektrischen Droschken beteiligt. Dieses neue Verkehrsmittel entwickelte sich in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg zu einem zentralen Geschäftsfeld der unternehmenseigenen Automobilabteilung und trug wesentlich zur frühen Verbreitung der Elektromobilität in Deutschland bei. Die wachsende Nachfrage führte zur Gründung erster Taxigesellschaften, die häufig auf Initiative der AFA entstanden. Zwischen 1905 und 1910 wurden entsprechende Betriebe unter anderem in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Amsterdam, Frankfurt und München eingerichtet. Besonders in Berlin zeigte sich der Wandel deutlich. Die bis dahin dominierenden Pferdedroschken wurden schrittweise durch motorisierte Fahrzeuge ersetzt.

Vor dem Ersten Weltkrieg waren auf den Straßen Berlins bereits mehrere hundert elektrische Droschken im Einsatz. Sie machten einen erheblichen Anteil des damaligen Fahrzeugbestands aus und prägten das Stadtbild dieser Zeit. Dennoch geriet die Elektromobilität in den 1920er Jahren zunehmend unter Druck. Die Zahl benzinbetriebener Fahrzeuge stieg stark an, während die Verbreitung elektrischer Antriebe stagnierte. In dieser Entwicklung spiegelte sich ein grundlegender technischer und wirtschaftlicher Wandel wider. Selbst bewährte Konzepte wie die elektrische Droschke konnten sich langfristig nicht behaupten. Eine Einschätzung aus dem Jahr 1927 bringt diese Entwicklung zum Ausdruck, indem sie feststellt, dass die bestehenden Modelle trotz ihrer Qualität nicht in modernisierter Form weitergeführt werden würden.

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